Geschichte: Gemeinde Hohenstadt

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Geschichte

Hauptbereich

Historie der Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Hohenstadt ist die älteste organisierte Vereinigung der Gemeinde.

1886 
Am 18. Juli 1886 beschloß der Gemeinderat im Beisein des Bezirksfeuerinspektosrs Vetter aus Geislingen in Hohenstadt eine Feuerwehr zu organisieren, da seit 1876 der Ort durch Anschluß an die Albwasserversorgungsgruppe II über eine Wasserleitung mit Hochdruck und 16 Hydranten verfügte. 
Die Feuerwehr sollte der Landesfeuerlöschordnung entsprechend organisiert werden uns es waren anzuschaffen:
20 Helme, 11. schmale Gurten, 2 Beile, 2 Gurtkarbiner, 6 Signalpeifen, 5 Holzhämmer, 
3 gelbe Armbänder 17 blau und 4 rote Armbänder.

1887
Mit Urkunde vom 30. September 1887 bestätigte das Oberamt die Wahld des Kommandanten Anton Beckert und dessen Stellvertreters Adolf Ramminger, damit war die Feuerwehr Hohenstadt gegründet. 

1889 
Im Jahr 1889 fand eine gemeinschaftliche Probe mit Wiesensteig statt. 

1904 wird vom Gemeinderat festgelegt, dass der 1. Zug jährlich 6 Übungen und der 2. Zug jährlich 4 Übungen abzuhalten habe.

1907 
Am 26. Oktober 1907 fand im Beisein der Bezirksfeuerinspektion eine Visitation der Feuerwehr statt. Es waren 63 Mann anwesend, 11 fehlten. Einige Dinge wurden bemängelt, schadhafte Gerätschaft war zu ersetzen.

Weitere Besichtigungen fanden 1912 und 1921 statt. Zuletzt waren 48 Mann anwesend und 12 fehlten. Es wurde bemängelt, daß die vorgeschriebenen Übungen nicht in vollem Umfang vorgenommen wurden. 
Auch sei der die Schulung schlecht und der Geist mangelhaft, so dass jährlich 8 Übungen mit allen Zügen vorgeschrieben wurden.
Anscheinend tat dies seine Wirkung, denn bei der Visitation im Jahr 1972 wurden nur noch Anschaffungen empfohlen. 
Im Jahr 1929 wurde bei einer Visitation der Verlauf der Hauptübung als befriedigend angesehen.

1936 
Im Jahr 1936 wurde die bisherige Feuerwehr in eine Freiwillige Feuerwerhr umgebildet. Der Mannschaftsstand beträgt 31 Mann. Zwischen den Jahren 1946 und 1967 finden sich im Protokoll der Freiwilligen Feuerwehr Hohenstadt keine Aufzeichnungen mehr.

1968 leistet unter Leitung des Gruppenführers und stv. Kommandanten Stefan Ramminger eine erste Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze ab. 

1969 
Im Jahr 1969 wurde das Feuerwehrmagazin in der Dorfmitte bezogen.

1978 erfolgt die Ausstattung der Wehr mit Funk und

1981 Anschaffung eines LF 8. Die feierliche Übergabe erfolgte am 9. Juli 1981.

1984 
Seit 1984 veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Hohenstadt den Florian-Hock in der Ortsmitte. Das Fest ist der jährliche Höhepunkt im Hohenstadter Vereinsleben.

1987 Anschaffung einer Fahne zum 100jährigen Jubiläum

Größere Brände und Einsätze
1907 
Brandkatastrophe am 10. Mai 1907. Insgesamt 9 Wohngebäude, 3 Scheuern und einiger Nebengebäude sind völlig abgebrannt. 9 Familien mit zusammen 42 Personen sind obdachlos geworden. Das waren ca. 10 % der gesamten Wohnbevölkerung. 

Hierüber berichteten die Zeitungen wie folgt: 
Zur Feuersbrunst in Hohenstadt erhalten wir noch nachstehende Zeilen:
Am Freitag, den 10. Main nachmittgas Halb 1. Uhr, brach in der Scheuer des Paul Baumeister hier Feuer aus...... 

Die Not war damals so groß, dass das Königiche Oberamt Geislingen um Gaben in der Oberamtsstadt und im Bezirk baten. Selbst Pfarrer Schwarzbaur und Schultheiß Dietz verfassten damals den unten abgedruckten Hilferuf.

Von der Umgebung bis von Stuttgart gingen Spenden ein. 
Ein Dienstmädchen aus Stuttgart spendete 1 Mark, die Stadt Laichingen 200 selbst die Herzog Ulrich von Württemberg gab 100 Mark zur Linderung der Not.

1933
Brand 31.3.1933. Das Gasthaus Sonne der Familie Authaler brennt bis auf das Mauerwerk nieder. Das Feuer war vermutlich in einem der Kellerräume, welcher sich im mittleren Teil des Anwesens befand, ausgebrochen. Die Flammen schlugen in kurzer Zeit über, so das selbst Scheune und Stallungen in Brand gesetzt wurden.

1933
Brand am 13.7.1933. Das Wohn- und Okonomiegebäude des Landwirts Alfons Widmann brennt.

1934
Brand am 24.7.1934. Auf der Weilerhöhe brennt das Wohn- und Ökonomiegebäude des Herman Rall und Johannes Klein

1939
Brand am 21.7.1939. Ein schweres Gewitter zog von Osten her über den Ort. Der Blitz schlug in die Scheuer von Anton Beckert, die sogleich niederbrennt. Das Schwesternhaus wurde zur Vorsicht ausgeräumt, blieb aber vom Feuer verschont.

1952
Am 24. Juli wurde das Anwesen von Georg Saur in der Kirchgasse 33 ein Opfer der Flammen. Im Einsatz waren auch die Geislinger und Göppinger Wehr. Die Doppelscheuer brannte samt den Vorräten vollständig nieder. Das vieh konnte gerettet werden.

1964
Großbrand am 12. Juni 1964. Das Anwesen Buck in der Hauptstraße brennt ab. Hoch über den Dächern stand ein riesiger Rauchpilz. Das Feuer war vermutlich in einem Lagerraum der Darlehenskasse, der sich im hinteren Teil des Anwesens befand, ausgebrochen. Die Flammen schlugen in kurzer Zeit auf den Nachbarhof von Josef Buck über und setzten auch diesen samt Scheune und Stallungen in Brand. Das Vieh konnte größtenteils in Sicherheit gebracht werden.

1969 
Brand des Anwesens Anton Baumeister. Im Dezember 1969 brannte das Anwesen des Anton Baumeister in der Schulstraße nieder. Schwierig gestaltete sich die Herbeiführung des Löschwassers, das über eine 200 m lange B-Leitung vom Wasserhochbehälter herbeigeführt werden mußte. Brandursache war vermutlich ein Tauchsieder.

1975
Brand der Legehennenfarm Post. Am Pfingstmontag brannte die Legehennenfarm in der Hohenrainstraße ab. 
4200 Tiere kamen in den Flammen um. Zur Überlandhilfe wurde die Feuerwehr Geislingen herangezogen. 
Innerhalb einer halben Stunde brannte alles auf die Grundmauern nieder.Der Schaden betrug über 200.000 DM. Brandursache war ein Kurzschluß.

1978
Brand des Anwesen Franz Füller am 25.7.1978. Im Anwesen der Bauerseheleute Franz Füller in der Wiesensteiger Straße brennt der Dachstuhl nieder. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Es konnte das Übergreifen des Feuers vom Dachstuhl der Scheune auf das Wohngebäude verhindert werden.
Der Schaden betrug 30.000 DM.

1994
Am 13. und 14. April leiten 23 Mann Überlandhilfe beim Hochwassereinsatz in Gosbach.

2001
Schwelbrand in der Gartenstraße 14 am 14.01.2001. Das Feuer entzündete sich im Heizraum des Wohnhauses der Famile Thiele. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Zwei Personen konnten unter Einsatz von Atemschutz gerettet werden. Im Jahr 2001 hatte die Freiwillige Feuerwehr weitere 6 Einsätze. Neben 2 weiteren Kleinbränden war technische Hilfe zu leisten.